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Was bedeutet das?

In unserem Körper laufen, meist unbewusst, ständig regulierende Prozesse ab. Dabei werden alle lebens wichtigen Funktionen aufeinander abgestimmt. Dazu gehören zum Beispiel der pulsierende Blutstrom, die rhythmische Atembewegung, die unwillkürliche Arbeit unserer Verdauungsorgane genauso wie die Bewegung der Muskeln, Gelenke und der verbindenden Gewebe. Kommt es nun zu einer Bewegungseinschränkung in einem Bereich, so wird auch dessen Funktion behindert oder umgekehrt. Allerdings ist unser Körper ein „Wunder“ der Anpassung.


Somit werden nicht alle Probleme sofort durch Schmerzen angezeigt. So können manche „Störungen“ über Monate oder gar Jahre von den umliegenden Geweben und angrenzenden Strukturen ausgeglichen werden. Daher kann sich nun ein Schmerz über eine aufgebaute Spannungskette in eine ganz andere Körperregion „verschieben“.

 

Wenn dann die Ausgleichsfähigkeit des Organismus erschöpft ist, genügt meist schon ein kleiner Auslöser sowohl physischer als auch psychischer Art, um eine starke Reaktion zu provo- zieren. Beispielsweise können ein Luftzug, eine ungeschickte Bewegung oder ein zu schweres Essen einen Hexenschuß hervorrufen, der aber nur das Symptom einer „alten“ Ursache ist wie ein frühes umgeknicktes Fußgelenk. Die Aufgabe des osteopathischen Therapeuten ist es nun, mit seinen sensiblen, geschulten Händen und einer vorhergegangenen Anamnese die Ursache des Ereignisses zu finden und zu behandeln. Danach hat der Körper des Patienten wieder die Möglichkeit, seine Selbstheilung in Gang zu setzen.

Wo wird Osteopathie eingesetzt?

Die Osteopathie sieht den gesamten Menschen mit seiner eigenen Geschichte und der eigenen Entstehung seiner Beschwerden. Diese können akut (frisch) oder chronisch (schon länger andauernd) sein. Somit arbeitet die Osteopathie nicht nur symptombezogen (da wo es wehtut) sondern ursächlich.

Anwendungsgebiete sind:

  • Bewegungsapparat - Gelenkprobleme, Hexenschuß, Ischiasschmerz, nach Schleudertrauma, Verstauchungen und anderen Verletzungsfolgen
  • Internistischer Bereich - Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Organsenkungen, Operationsfolgen wie Narben und Verwachsungen, bei funktionellen Herzbeschwerden (z.B. funktionellen Rhythmusstörungen) usw.
  • Kopf-Hals-Nasen-Ohren-Bereich - Kopfschmerzen und Migräne, Nasennebenhöhlenentzündungen, chron. Mittelohrentzündung, Schwindel Tinnitus, begleitend zur fachärztlichen Behandlung bei Kiefergelenksproblematiken und Bissregulierenden Maßnahmen.
  • Nierenproblemen, Prostatabeschwerden

Gynäkologischer Bereich - Menstruationsbeschwerden, in der Schwangerschaft und bei der Geburtsnachsorge, klimakterische Beschwerden, bei Infertilität (nicht erfüllter Kinderwunsch), bei Vernarbungen und Verwachsungen im Bauchbereich nach Operationen.

OSTEOPATHIE